Chronik

Ich, Günther Mayer, kam praktisch über meinen Beruf als Bediensteter des Landespensionistenheimes Raabs/Thaya zu meinem Hobby, der Edelbranderzeugung. In diesem Heim betreue ich auf ca. 5.000 m2 Grund unter anderem 80 Obstbäume. Zur Verwertung des Fallobstes sowie als Beschäftigungstherapie für die Bewohner – sprich gemeinsames Sammeln oder Pflücken und Verwerten des Obstes sowie gesellige Zusammenkünfte beim gemeinsamen Verkosten der verschiedenen Endprodukte – wurden anfangs mit einem geliehenen Brennofen die ersten Versuche gestartet. Im Jahre 1995 wurde schließlich eine kleine Brennerei (Foto) für das Heim gekauft, die ich auch für meine ersten hobbymäßigen Edelbranderzeugungen verwenden durfte.

Dieses Hobby wurde durch das Lesen verschiedener Fachbücher und den Besuch diverser Kurse intensiviert und aufgrund der steigenden Nachfrage immer mehr ausgeweitet. Aus meinem Hobby wurde somit eine große Leidenschaft und ich erwarb im Jahre 2000 eine große Hochleistungs-Wasserbadkolonnenbrennerei und meldete das Gewerbe des Spirituosenerzeugers in Hollenbach Nr. 117 an. Im Zuge dieses Kaufes änderte ich auch meine Registrierung von Abfindungsbrennerei auf Verschlussbrennerei, da ich dadurch auch die Berechtigung habe, nicht nur meine eigenen Produkte zu verarbeiten, sondern auch Obst zuzukaufen. Ich achte dabei aber sehr stark auf die Qualität dieses Obstes, da man nur mit einem guten Rohstoff ein gutes Endprodukt erreichen kann.

Da der Brennofen die beachtliche Höhe von 3 Metern aufweist, musste auch der entsprechende Zubau zum Einfamilienhaus errichtet werden, in dem nunmehr seit 2003 die Brennerei in Betrieb ist. Dieser Zubau besteht aus einem Verarbeitungs-, einem Brenn-, einem Verkostungs- und einem Lagerraum.

Mittlerweile umfasst meine Produktpalette nicht nur Edelbrände und Liköre, sondern auch Moste, Fruchtsäfte, Nektare und Fruchtaufstriche, die bei den verschiedensten Messen bereits mehrfach prämiert wurden.

Außerdem bin ich Gründungsmitglied des "Obstbrandweges Thayaland", der aus 10 Schnapsbrennern der Region besteht, die gemeinsam Veranstaltungen und Schulungen durchführen.Der Obstbrandweg soll ein touristischer Fixpunkt der Region werden.

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